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gs:w:1991

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gs:w:1991 [2010/11/16 18:25]
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gs:w:1991 [2012/09/24 13:21] (aktuell)
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 Die „Vereinigung“ der beiden Boxverbände,​ das Zusammenführen unterschiedlicher Systeme, brachte eine Vielzahl von Veränderungen und Anpassungen. Die Chance, dass vereinsdominierte System und das auf den Leistungssport ​ orientierte ​ beider ​ Systeme unter der Sicht de gleichberechtigten Zusammenwirkens zur Förderung des Boxsports aufzubauen, wurde nur teilweise genutzt. Die „Vereinigung“ der beiden Boxverbände,​ das Zusammenführen unterschiedlicher Systeme, brachte eine Vielzahl von Veränderungen und Anpassungen. Die Chance, dass vereinsdominierte System und das auf den Leistungssport ​ orientierte ​ beider ​ Systeme unter der Sicht de gleichberechtigten Zusammenwirkens zur Förderung des Boxsports aufzubauen, wurde nur teilweise genutzt.
  
-Die Entlassung der Mitarbeiter des DTSB der DDR  und damit vieler Trainer im Leistungssport und im Nachwuchsbereich führte zur Auflösung bisheriger Strukturen. Die Sportförderung veränderte sich und die Arbeitsplätze für Sportler gingen mit dem Abbau der Industrie verloren (BS, 1/1991, S 2f). Der DABV erhielt 1991 360 Tausend Mark aus Bonn für die Weiterbeschäftigung von acht hauptamtlichen ​  ​Ost-Trainern für die Boxschwerpunkte in Berlin, Schwerin, Cottbus, Frankfurt und Halle. Im Boxsport warnte der Präsident des DABV Maurath: „Es wäre doch auch  wohl vermessen, mit sechs bis zehn zusätzlichen Trainern im gesamten DABV- Bereich die gleichen Fortschritte machen zu können wie vorher mit mehr als 100 hauptamtlichen Trainern und zusätzlichen Übungsleitern“ (Boxsport1/​1991,​S. 5). +Die Entlassung der Mitarbeiter des DTSB der DDR  und damit vieler Trainer im Leistungssport und im Nachwuchsbereich führte zur Auflösung bisheriger Strukturen. 
-Die Bezahlung leitender Sportfunktionäre blieb noch offen. Die Einstellung der Nationaltrainer (Debert und Haubrich) war Anfang des Jahres nicht vorgesehen. Damit erhielt das System, das unter den drei führenden Boxsportnationen der Welt zu finden war, in der Konzeption keine Chance, seine führenden Köpfe voll einzubauen. Erst Ende Januar wurde der ehemalige Verbandstrainer Debert ​ nach einer Abstimmung des DABV  mit dem Innenministerium zum Sportdirektor berufen. So blieb dann nicht mehr viel Zeit, um die anstehenden Probleme im nationalen und internationalen Rahmen langfristig anzugehen.+Die Sportförderung veränderte sich und die Arbeitsplätze für Sportler gingen mit dem Abbau der Industrie verloren ​((BS, 1/1991, S 2f)). Der DABV erhielt 1991 360 Tausend Mark aus Bonn für die Weiterbeschäftigung von acht hauptamtlichen Ost-Trainern für die Boxschwerpunkte in Berlin, Schwerin, Cottbus, Frankfurt und Halle. 
 +Im Boxsport warnte der Präsident des DABV Maurath: „Es wäre doch auch  wohl vermessen, mit sechs bis zehn zusätzlichen Trainern im gesamten DABV- Bereich die gleichen Fortschritte machen zu können wie vorher mit mehr als 100 hauptamtlichen Trainern und zusätzlichen Übungsleitern“ ​((Boxsport1/​1991,​S.5)) 
 +Die Bezahlung leitender Sportfunktionäre blieb noch offen. 
 +Die Einstellung der Nationaltrainer (Debert und Haubrich) war Anfang des Jahres nicht vorgesehen. Damit erhielt das System, das unter den drei führenden Boxsportnationen der Welt zu finden war, in der Konzeption keine Chance, seine führenden Köpfe voll einzubauen. Erst Ende Januar wurde der ehemalige Verbandstrainer Debert ​ nach einer Abstimmung des DABV  mit dem Innenministerium zum Sportdirektor berufen. So blieb dann nicht mehr viel Zeit, um die anstehenden Probleme im nationalen und internationalen Rahmen langfristig anzugehen.
  
 Die vorgesehenen Termine: ​ Die vorgesehenen Termine: ​
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 Weltmeisterschaft vom 15. – 24. November in Sydney Weltmeisterschaft vom 15. – 24. November in Sydney
  
-Bei der Planung war eine solche Termindichte,​ die noch durch  Anforderungen der Vereine, lokale, nationale ​ und internationalen Turniere ​ verstärkt wurden, nicht umsetzbar, ohne den Athleten zu schaden. Deshalb gab es  für Boxer nach einem Turnier mit  vier Wettkämpfen eine Schutzsperre. Denn Spitzenleistungen bedürfen einer ausgewogenen Zeit zwischen Training und Ruhepausen. Durch die vielen Einsätze bedingt, gab es zum Jahresbeginn viele verletzte Top-Athleten. So unter anderem: Künstler; Prosch, Schenk, Stegemann, Daeger, Zülow und Kubat.+Bei der Planung war eine solche Termindichte,​ die noch durch  Anforderungen der Vereine, lokale, nationale ​ und internationalen Turniere ​ verstärkt wurden, nicht umsetzbar, ohne den Athleten zu schaden. Deshalb gab es  für Boxer nach einem Turnier mit vier Wettkämpfen eine Schutzsperre. Denn Spitzenleistungen bedürfen einer ausgewogenen Zeit zwischen Training und Ruhepausen. Durch die vielen Einsätze bedingt, gab es zum Jahresbeginn viele verletzte Top-Athleten. So unter anderem: Künstler; Prosch, Schenk, Stegemann, Daeger, Zülow und Kubat.
  
-So war die Absage des Chemiepokalturniers nur gut für eine längerfristige Vorbereitung (es hatten nur zwei Mannschaften – Kuba und Kanada und die beiden DAVB Mannschaften- gemeldet). Doch auch ein vorgesehenes Höhentrainingslager für die Sportler in Vorbereitung auf die Europameisterschaft fiel dem Rotstift zum Opfer. Damit wurde eine wissenschaftlich begründete und erprobte Variante der optimalen Vorbereitung für Höchstleistungen nicht mehr realisiert.+So war die Absage des Chemiepokalturniers nur gut für eine längerfristige Vorbereitung (es hatten nur zwei Mannschaften – Kuba und Kanada und die beiden DAVB Mannschaften- gemeldet. Doch auch ein vorgesehenes Höhentrainingslager für die Sportler in Vorbereitung auf die Europameisterschaft fiel dem Rotstift zum Opfer. Damit wurde eine wissenschaftlich begründete und erprobte Variante der optimalen Vorbereitung für Höchstleistungen nicht mehr realisiert.
  
 Der Länderkampf gegen die USA, der als Prüfstein ​ und in Vorbereitung auf die Europameisterschaften geplant war, erwies sich als Flop, denn der US-Verband führte zur gleichen Zeit noch einen Länderkampf gegen die UdSSR durch und war mit eine schwachen Staffel angereist, in der auch noch das Bantam- und das Weltergewicht fehlten. Die Ergebnisse lauteten dann auch 24:0 und im Zweitstart 18: 2 für den DABV. Der Länderkampf gegen die USA, der als Prüfstein ​ und in Vorbereitung auf die Europameisterschaften geplant war, erwies sich als Flop, denn der US-Verband führte zur gleichen Zeit noch einen Länderkampf gegen die UdSSR durch und war mit eine schwachen Staffel angereist, in der auch noch das Bantam- und das Weltergewicht fehlten. Die Ergebnisse lauteten dann auch 24:0 und im Zweitstart 18: 2 für den DABV.
  
-Acht Medaillen gab es bei den Europameisterschaften in Göteborg, zweimal Gold ( Ottke und Michalczewski),​ vier Silber- und zwei Bronzemedaillen,​ soviel Medaillen wie noch nie zuvor. Hier zeigt sich die Breite und die Erfahrungen der vergangenen Jahre in der Umsetzung des Boxens unter den neuen Bedingungen,​ der Umsetzung wissenschaftlicher Methoden für alle talentierten Boxer innerhalb Deutschlands,​ aber auch eine  breite Spitze im Nachwuchsbereich.+**Acht Medaillen** gab es bei den **Europameisterschaften** in Göteborg, ​**zweimal Gold** ( Ottke und Michalczewski), ​**vier Silber- und zwei Bronzemedaillen**, soviel Medaillen wie noch nie zuvor. Hier zeigt sich die Breite und die Erfahrungen der vergangenen Jahre in der Umsetzung des Boxens unter den neuen Bedingungen,​ der Umsetzung wissenschaftlicher Methoden für alle talentierten Boxer innerhalb Deutschlands,​ aber auch eine  breite Spitze im Nachwuchsbereich.
  
-In der Stadthalle von Nellingen fand dann der 37. ordentliche Kongress des DABV statt, der erstmals die Vertreter aus allen deutschen Ländern vereinte. Es gab viel zu beschließen. Die auffälligste Veränderung war die Zahl der Vizepräsidenten,​ die von zwei  auf drei erhöht wurde. Als Präsident ​ bestätigt : K. Maurath, Vizepräsidenten:​ Selger und Birkle und aus dem Ost-Bereich Prof. Kichgäßner aus Leipzig, der fast sein Leben lang die Probleme des Boxsports wissenschaftlich bearbeitete. Er leitete dann den Wissenschaftsausschuss,​ der einen Beitrag zur Sicherung des Trainings- und Ausbildungsniveaus leistete. Hinzu kamen  vier Beisitzer aus den neu hinzugekommenen Verbänden. Aber in der Leitungsstruktur änderte sich wenig. Die entscheidenden Positionen blieben mit den Mitgliedern des DABV  besetzt.+In der Stadthalle von Nellingen fand dann der **37. ordentliche Kongress des DABV** statt, der erstmals die Vertreter aus allen deutschen Ländern vereinte. Es gab viel zu beschließen. Die auffälligste Veränderung war die Zahl der Vizepräsidenten,​ die von zwei  auf drei erhöht wurde. Als Präsident ​ bestätigt : K. Maurath, Vizepräsidenten:​ Selger und Birkle und aus dem Ost-Bereich Prof. Kichgäßner aus Leipzig, der fast sein Leben lang die Probleme des Boxsports wissenschaftlich bearbeitete. Er leitete dann den Wissenschaftsausschuss,​ der einen Beitrag zur Sicherung des Trainings- und Ausbildungsniveaus leistete. Hinzu kamen  vier Beisitzer aus den neu hinzugekommenen Verbänden. Aber in der Leitungsstruktur änderte sich wenig. Die entscheidenden Positionen blieben mit den Mitgliedern des DABV  besetzt.
  
-Auch Satzungsänderungen bestimmten den Verlauf. So wurde der Begriff des“Vertragsamateur“ neu im Boxverband. Das ist ein Boxsportler,​ der einen Vertrag mit einem Verein abschließt,​ und dafür Geld (700.- DM) erhielt. Er war damit verpflichtet,​ an Wettkämpfen teilzunehmen,​ blieb aber immer Amateur. Da die einzelnen Vereine mehr zahlen konnten als die Sporthilfe, kam es zum Vereinswechsel von vielen Sportlern, vor allen von Ost nach West, ohne  den Verband und die Nationalstaffelbelange zu berücksichtigen( BS, 17./1991, S.2). So soll z. B. der Berliner Loch für 40 000 M den Verein gewechselt haben (ebenda). Verantwortungsbewusste Funktionäre warnten ​ vor dem Abwerben von Sportlern und dem Einfliegen ​ von Boxern aus anderen Ländern. Dieses Geld sollte besser in die Nachwuchsförderung ​ fließen. Von den internationalen Turnieren, die bisher in Deutschland ausgetragen wurden, blieben zwei übrig. Das Turnier in Schriesheim und die Veranstaltung des Berliner TSC überlebten den Schrunpfungsprozess. ​ Das Turnier in Schriesheim hatte  in diesem Jahr 130 Boxer erwartet. ​ Dagegen ​ starteten 77 Boxer aus 11 Ländern beim TSC Turnier. Der am meisten ​ gelobte Kampf  fand zwischen Ottke und dem  Vizewelt- und Europameister Schmitz statt, der auch den Titel „Boxer des Jahres“ des DBV, der damit letztmalig vergeben wurde, erhielt. ​+Auch Satzungsänderungen bestimmten den Verlauf. So wurde der Begriff des“Vertragsamateur“ neu im Boxverband. Das ist ein Boxsportler,​ der einen Vertrag mit einem Verein abschließt,​ und dafür Geld (700.- DM) erhielt. Er war damit verpflichtet,​ an Wettkämpfen teilzunehmen,​ blieb aber immer Amateur. Da die einzelnen Vereine mehr zahlen konnten als die Sporthilfe, kam es zum Vereinswechsel von vielen Sportlern, vor allen von Ost nach West, ohne  den Verband und die Nationalstaffelbelange zu berücksichtigen(( BS, 17./1991, S.2)). So soll z. B. der Berliner Loch für 40 000 M den Verein gewechselt haben (ebenda). Verantwortungsbewusste Funktionäre warnten ​ vor dem Abwerben von Sportlern und dem Einfliegen von Boxern aus anderen Ländern. Dieses Geld sollte besser in die Nachwuchsförderung ​ fließen. Von den internationalen Turnieren,​die bisher in Deutschland ausgetragen wurden, blieben zwei übrig. Das Turnier in Schriesheim und die Veranstaltung des Berliner TSC überlebten den Schrunpfungsprozess. ​ Das Turnier in Schriesheim hatte  in diesem Jahr 130 Boxer erwartet. ​ Dagegen ​ starteten 77 Boxer aus 11 Ländern beim TSC Turnier. Der am meisten ​ gelobte Kampf  fand zwischen Ottke und dem  Vizewelt- und Europameister Schmitz statt, der auch den Titel „Boxer des Jahres“ des DBV, der damit letztmalig vergeben wurde, erhielt. ​
  
  
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-Die gesamtdeutsche Juniorenmeisterschaft ​ vom 2. bis 4. Mai in Hamburg –Wilhelmsburg sah ein geschlossenes Starterfeld in allen Gewichtsklassen und in acht Gruppen vor. Die +Die gesamtdeutsche ​**Juniorenmeisterschaft**  vom 2. bis 4. Mai in Hamburg –Wilhelmsburg sah ein geschlossenes Starterfeld in allen Gewichtsklassen und in acht Gruppen vor. Die 
-Meister (vom Halbfliegen- bis Schwergewicht):​ Schmohl/​Neubrandenburg,​ Bechmann/​TSC Berlin, Richter/​Cottbus,​ A.Schulz/​Schwerin,​ Jentsch/​Cottbus,​ Knabe/​Halle,​ P.Schulze/ Düren, E.Schulz/​Berlin,​ Schütz/ Osnabrück, Fischer/​Bremerhaven,​ Breitbarth/​Schwerin und Bussmann /​Haselünne. +**Meister (vom Halbfliegen- bis Schwergewicht):​ Schmohl/​Neubrandenburg,​ Bechmann/​TSC Berlin, Richter/​Cottbus,​ A.Schulz/​Schwerin,​ Jentsch/​Cottbus,​ Knabe/​Halle,​ P.Schulze/ Düren, E.Schulz/​Berlin,​ Schütz/ Osnabrück, Fischer/​Bremerhaven,​ Breitbarth/​Schwerin und Bussmann /​Haselünne.** 
-Ein anderes Ereignis bewegte die Boxsportfreunde in Kaiserslautern. Hier fand die 1. Gesamtdeutsche Boxmeisterschaft der Jugend vom 30. Mai bis 1. Juni statt. Von den 105 Startern stellte der ehemalige DBV 71 Aktive. Die Meister ( von Papiergew.- A bis Superschwergewicht):​ + 
-Hamann/​Gera,​ Trommer/​Gera,​ Sanowski/​TSC Berlin, Bachmann/​Kaiserslautern, ​ Küchler/​Halle,​ Thormann/​Schwerin,​ Kurzawa/ Chemnitz, Laux/​Saarlouis,​ Michael/MBV Frankfurt, Rimkus/​Schwerin,​ Frank/MBV Frankfurt, Ulrich/​Berlin,​ Klauke/​Neubrandenburg,​ Tischler/​Berlin.  +Ein anderes Ereignis bewegte die Boxsportfreunde in Kaiserslautern. Hier fand die 1. Gesamtdeutsche ​**Boxmeisterschaft der Jugend** vom 30. Mai bis 1. Juni statt. Von den 105 Startern stellte der ehemalige DBV 71 Aktive. Die Meister ​**( von Papiergew.- A bis Superschwergewicht):​ 
-Die Deutschen Meisterschaften vom 23.-26. Oktober in Köln sah  neben den von den Landesverbänden nominierte Boxer auch „Gesetzte“ ​ Kämpfer vor, die sich bisher als Weltmeisterschaftsteilnehmer qualifiziert hatten. Diese Wettkämpfe hatten ein sehr   gutes Niveau. Es standen sich im Finale gegenüber (Halbfliegen- bis Superschwergew.- Sieger zuerst genannt): +Hamann/​Gera,​ Trommer/​Gera,​ Sanowski/​TSC Berlin, Bachmann/​Kaiserslautern, ​ Küchler/​Halle,​ Thormann/​Schwerin,​ Kurzawa/ Chemnitz, Laux/​Saarlouis,​ Michael/MBV Frankfurt, Rimkus/​Schwerin,​ Frank/MBV Frankfurt, Ulrich/​Berlin,​ Klauke/​Neubrandenburg,​ Tischler/​Berlin.** 
-Stefanos/​Schriesheim - Joos/​Speyer +  
-Quast/​Leverkusen - Loch/Gera+Die **Deutschen Meisterschaften** vom 23.-26. Oktober in Köln sah  neben den von den Landesverbänden nominierte Boxer auch „Gesetzte“ ​ Kämpfer vor, die sich bisher als Weltmeisterschaftsteilnehmer qualifiziert hatten. Diese Wettkämpfe hatten ein sehr   gutes Niveau. Es standen sich im Finale gegenüber (Halbfliegen- bis Superschwergew.- Sieger zuerst genannt): 
 +Stefanos/​Schriesheim - Joos/​Speyer 
 +Quast/​Leverkusen - Loch/​Gera
 Berg/​Schwerin - Pielert/​Cottbus Berg/​Schwerin - Pielert/​Cottbus
 Tews/​Schwerin - Hinz/​Schwerin Tews/​Schwerin - Hinz/​Schwerin
 Rudolph/​Cottbus - Huste,​ F./​Frankfurt/​O. Rudolph/​Cottbus - Huste,​ F./​Frankfurt/​O.
 Heidenreich/​Leverkusen - Kästner/​Ahlen  Heidenreich/​Leverkusen - Kästner/​Ahlen
-Otto/Ahlen - Saeger/​Schwerin +Otto/Ahlen - Saeger/​Schwerin 
-Schmitz/​Schwerin - Schmidt/​Schwerin +Schmitz/​Schwerin - Schmidt/​Schwerin 
-Ottke/​Berlin - Nieroba/ Ahlen+Ottke/​Berlin - Nieroba/ Ahlen
 May, Th/ Frankfurt/​O. - Lange/​Schwerin May, Th/ Frankfurt/​O. - Lange/​Schwerin
-Teuchert/​Freiburg - Monse/​Berlin+Teuchert/​Freiburg - Monse/​Berlin
 Schnieders/​Haselünne - Fischer/​Frankfurt/​M.  ​ Schnieders/​Haselünne - Fischer/​Frankfurt/​M.  ​
  
-Die mitgestaltende Position des deutschen Amateurboxsports war auch bei den  Boxweltmeisterschaften in  Sydney zu verfolgen. Trotz der ungünstigen Vorbereitungen ​ gab es durch Rudolph und Th. May  2 Weltmeistertitel. Ergänzt durch den 2. Platz von Otto und Schmitz auf dem Bronze-Platz.+Die mitgestaltende Position des deutschen Amateurboxsports war auch bei den  ​**Boxweltmeisterschaften** in  Sydney zu verfolgen. Trotz der ungünstigen Vorbereitungen ​ gab es durch **Rudolph und Th. May  2** **Weltmeistertitel**. Ergänzt durch den **2. Platz von Otto und Schmitz auf dem Bronze-Platz.**
  
 Sydney sollte aber aus anderer Perspektive noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Sportärzte wollten einen Boykott des Boxsports auf der Grundlage ​ nicht nachvollziehbarer Fakten erreichen, was in letzter Minuten noch abgewendet werden konnte. Auch in Deutschland verfolgten Sportärzte und  der Boxverband ​ das Geschehen im Boxring sehr genau. Registriert wurde, dass von den 397 Kämpfen der Deutschlandliga ​ 1991 nur 13 Kämpfe durch k.o. endeten und bei Verletzungen liegen die Boxer nach Versicherungserhebungen an 12. oder 17. Stelle. Sydney sollte aber aus anderer Perspektive noch lange im Gedächtnis bleiben. Die Sportärzte wollten einen Boykott des Boxsports auf der Grundlage ​ nicht nachvollziehbarer Fakten erreichen, was in letzter Minuten noch abgewendet werden konnte. Auch in Deutschland verfolgten Sportärzte und  der Boxverband ​ das Geschehen im Boxring sehr genau. Registriert wurde, dass von den 397 Kämpfen der Deutschlandliga ​ 1991 nur 13 Kämpfe durch k.o. endeten und bei Verletzungen liegen die Boxer nach Versicherungserhebungen an 12. oder 17. Stelle.
  
-Das Bild einer ausgezeichneten Boxmannschaft bestätigten auch die Junioren gegen  den rumänischen Gegner, der in der Vergangenheit mit zu den Spitzen in Europa gehörte. Der erste Start in Mönchengladbach konnte mit 23: 3 und der Zweitstart mit 18: 4 gewonnen werden. Im Fragenkatalog an die Sieger aber  ist die Furcht zu spüren, in der Zukunft nicht mehr die Unterstützung wie bisher zu erhalten und damit  auch die sportliche Leistungsfähigkeit auf dieser Stufe zu sichern ((Boxsport26/​1991,​ S.11)).+Das Bild einer ausgezeichneten Boxmannschaft bestätigten auch die Junioren gegen  den rumänischen Gegner, der in der Vergangenheit mit zu den Spitzen in Europa gehörte. Der erste Start in Mönchengladbach konnte mit 23: 3 und der Zweitstart mit 18: 4 gewonnen werden. Im Fragenkatalog an die Sieger aber ist die Furcht zu spüren, in der Zukunft nicht mehr die Unterstützung wie bisher zu erhalten und damit  auch die sportliche Leistungsfähigkeit auf dieser Stufe zu sichern ((Boxsport26/​1991,​ S.11)).
  
 Das Jahresende brachte noch einen anderen Abschluss: Günter Debert, der Leistungssportkoordinator beendete seine Tätigkeit, um Schaden vom Boxverband und den Sportlern abzuwenden und um allen weiteren Anfeindungen die Spitze zu nehmen. Er schied im Einvernehmen mit der DABV-Führung aus dem Amateurboxsport aus. Damit verließen dem Amateursport neben Übungsleitern,​ Trainern ​ auch wissenschaftlich ausgebildete Sportfunktionäre den Verband. Schlimmer noch, auch erfolgreiche Sportler gingen den Weg zum Berufssport.Wenn dieser Weg nicht nach bestimmten Reglungen und Absprachen gestaltet wird, wird es zu einem zurückgehen des Amateur- und des  Berufsboxens führen. ​ Das Jahresende brachte noch einen anderen Abschluss: Günter Debert, der Leistungssportkoordinator beendete seine Tätigkeit, um Schaden vom Boxverband und den Sportlern abzuwenden und um allen weiteren Anfeindungen die Spitze zu nehmen. Er schied im Einvernehmen mit der DABV-Führung aus dem Amateurboxsport aus. Damit verließen dem Amateursport neben Übungsleitern,​ Trainern ​ auch wissenschaftlich ausgebildete Sportfunktionäre den Verband. Schlimmer noch, auch erfolgreiche Sportler gingen den Weg zum Berufssport.Wenn dieser Weg nicht nach bestimmten Reglungen und Absprachen gestaltet wird, wird es zu einem zurückgehen des Amateur- und des  Berufsboxens führen. ​
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