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gs:w:1971

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gs:w:1971 [2010/11/16 22:24]
je
gs:w:1971 [2012/09/24 13:21] (aktuell)
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 Nach den Landesmeisterschaften starteten die 49. Deutschen Amateur-Box-Meisterschaften Anfang April. 158 Teilnehmer der Finalrunde bewarben sich um die elf Meistertitel. Bis auf Halbfliegen- (sechsTeilnehmer) und Bantamgewicht (8 Teilnehmer) standen sich in den anderen Gewichtsklassen immer 16 Bewerber gegenüber. ​ Nach den Landesmeisterschaften starteten die 49. Deutschen Amateur-Box-Meisterschaften Anfang April. 158 Teilnehmer der Finalrunde bewarben sich um die elf Meistertitel. Bis auf Halbfliegen- (sechsTeilnehmer) und Bantamgewicht (8 Teilnehmer) standen sich in den anderen Gewichtsklassen immer 16 Bewerber gegenüber. ​
  
-Beeindruckend waren die Zuschauerzahlen bereits bei den Landesmeisterschaften,​ so in Köln 4200, in Hamburg 3500. Die ersten Vorkämpfe fanden am 2./3. April in Hamburg, Mainz und Duisburg statt. Es mussten somit drei Trainer eines Landesverbandes mit den ausgelosten Aktiven an die unterschiedlichen Orte reisen. Beim Finale in der Kieler Ostseehalle gab es  Überraschungen. So konnten sich Schäfer und Münchow gegen die Favoriten durchsetzen. Pichl siegte erwartungsgemäß. Schuber zeigte eine sehr gute Leistung gegen Freistadt. Dagegen war das Urteil von 4:1 von Heß gegen den Berliner Henatsch problematisch. Der erwartete Erfolg von Dagge gegen Scheibner trat nicht ein. Ein Jarmer in der Bestform geriet nicht in Gefahr. Nach den Vorkämpfen waren die Siege von Laroche und Hussing planmäßig. Somit waren die DABV- Meister 1971: Pichl, Schubert, Schäfer, Seemann, Hess, Puzicha, Scheibner, Münchow, Jarmer, Laroche und Hussing. Hätten sich aber die Sportler mit der größten Kampferfahrung durchgesetzt,​ hätte die Namensliste so ausgesehen: Kannewurf (127 Kämpfe), Freistadt (147), Stephani (213), Schröck (320), Gutt (152), Puzicha (216), Scheuermann (247), Kottysch (219), Jarmer (253), Schulz (234) und Brandenburger (239).+Beeindruckend waren die Zuschauerzahlen bereits bei den Landesmeisterschaften,​ so in Köln 4200, in Hamburg 3500. Die ersten Vorkämpfe fanden am 2./3. April in Hamburg, Mainz und Duisburg statt. Es mussten somit drei Trainer eines Landesverbandes mit den ausgelosten Aktiven an die unterschiedlichen Orte reisen. Beim Finale in der Kieler Ostseehalle gab es  Überraschungen. So konnten sich Schäfer und Münchow gegen die Favoriten durchsetzen. Pichl siegte erwartungsgemäß. Schuber zeigte eine sehr gute Leistung gegen Freistadt. Dagegen war das Urteil von 4:1 von Heß gegen den Berliner Henatsch problematisch. Der erwartete Erfolg von Dagge gegen Scheibner trat nicht ein. Ein Jarmer in der Bestform geriet nicht in Gefahr. Nach den Vorkämpfen waren die Siege von Laroche und Hussing planmäßig. Somit waren **die DABV- Meister 1971: Pichl, Schubert, Schäfer, Seemann, Hess, Puzicha, Scheibner, Münchow, Jarmer, Laroche und Hussing.** 
 +Hätten sich aber die Sportler mit der größten Kampferfahrung durchgesetzt,​ hätte die Namensliste so ausgesehen: Kannewurf (127 Kämpfe), Freistadt (147), Stephani (213), Schröck (320), Gutt (152), Puzicha (216), Scheuermann (247), Kottysch (219), Jarmer (253), Schulz (234) und Brandenburger (239).
  
-Aus diesem Kreis der Besten setzte sich dann auch die Staffel zusammen, für das EM-Turnier in Madrid. Es starteten -ohne Halbfliegengewicht:​ Schubert, Schäfer, Rudzicka, Hess, Puzicha, Dagge, Kottysch, Jarmer, Laroche und Hussing. Sie vervollständigten die Liste der 225 Teilnehmer ​ der EM in Madrid. So viele Aktive hatte es bisher noch nie bei einer EM gegeben. 1963 in Moskau waren es 133 Aktive, 1965 in Berlin und 1967 in Rom 171,  1969 in Bukarest 180. Die Kämpfe der Vertreter der beiden Deutschen Boxverbände endeten mit einem Sieg für Hussing gegen Limant (3:2), mit dem Kommentar des Verbandstrainers des DBV,  P. Thomas: „Krasses Fehlurteil“ ((Boxsport 13/1971 S.3)). ​ Im Weltergewicht gab es das gleiche Urteil mit 3:2 für Wolke gegen Dagge. Und für den DABV reichte es „nur“ zu Silber durch Hussing. Wie nicht anders zu erwarten, gab es danach Kritik am Bundestrainer. Doch der Bundesausschuss für Leistungssport widersprach dem und forderte stattdessen die Einhaltung vorgegebener Pläne, die Höhepunkte und Ruhepausen im Jahresverlauf vorsahen und nicht immer nur Kämpfe. Damit widersprach er Vorstellungen der Verbandsführung. Gleichzeitig war  auf aktualisierte Pläne (Olympiakonzept) verwiesen worden, die in Vorbereitung auf München das tägliche Training ​ forderten. ​ Das Vorolympische Turnier, das im Zirkus Krone ausgetragen wurde und nicht in der geplanten Olympiakampfstätte,​ war eine Standortbestimmung für die 17 Teilnehmer des DABV. Davon erreichten fünf Sportler das Finale. Auf dem Weg zum Finale waren durch Verletzungen bereits Dagge, Fiedler und Steigenberger ausgeschieden. Den 2. Platz errangen Meier (gegen Wolke aus der DDR) und Münchow. Die Goldmedaillen erkämpften Halbfliegengew. Pichl, Mittelgewichtler Jarmer und im Schwergewicht Hussing. Auch die Sporthilfe unterstützte die ausgewählten Sportler mit einem konzentrierten Programm für die Aufgaben des kommenden Jahres.+Aus diesem Kreis der Besten setzte sich dann auch die Staffel zusammen, für das **EM-Turnier in Madrid**. Es starteten -ohne Halbfliegengewicht: ​**Schubert, Schäfer, Rudzicka, Hess, Puzicha, Dagge, Kottysch, Jarmer, Laroche und Hussing.** Sie vervollständigten die Liste der 225 Teilnehmer ​ der EM in Madrid. So viele Aktive hatte es bisher noch nie bei einer EM gegeben. 
 +1963 in Moskau waren es 133 Aktive, 1965 in Berlin und 1967 in Rom 171,  1969 in Bukarest 180. Die Kämpfe der Vertreter der beiden Deutschen Boxverbände endeten mit einem Sieg für Hussing gegen Limant (3:2), mit dem Kommentar des Verbandstrainers des DBV,  P. Thomas: „Krasses Fehlurteil“ ((Boxsport 13/1971 S.3)). ​ Im Weltergewicht gab es das gleiche Urteil mit 3:2 für Wolke gegen Dagge. Und für den DABV reichte es „nur“ zu **Silber durch Hussing**. Wie nicht anders zu erwarten, gab es danach Kritik am Bundestrainer. Doch der Bundesausschuss für Leistungssport widersprach dem und forderte stattdessen die Einhaltung vorgegebener Pläne, die Höhepunkte und Ruhepausen im Jahresverlauf vorsahen und nicht immer nur Kämpfe. Damit widersprach er Vorstellungen der Verbandsführung. Gleichzeitig war  auf aktualisierte Pläne (Olympiakonzept) verwiesen worden, die in Vorbereitung auf München das tägliche Training ​ forderten. 
 +Das Vorolympische Turnier, das im Zirkus Krone ausgetragen wurde und nicht in der geplanten Olympiakampfstätte,​ war eine Standortbestimmung für die 17 Teilnehmer des DABV. Davon erreichten fünf Sportler das Finale. Auf dem Weg zum Finale waren durch Verletzungen bereits Dagge, Fiedler und Steigenberger ausgeschieden. Den 2. Platz errangen Meier (gegen Wolke aus der DDR) und Münchow. Die Goldmedaillen erkämpften Halbfliegengew. Pichl, Mittelgewichtler Jarmer und im Schwergewicht Hussing. Auch die Sporthilfe unterstützte die ausgewählten Sportler mit einem konzentrierten Programm für die Aufgaben des kommenden Jahres.
  
-Viel geringere Aufmerksamkeit erlangten die Polizeimeisterschaften vom 18.-23.10. in Pforzheim. Nur die lokale Presse berichtete, aber sonst gab es wenig Öffentlichkeitsarbeit. Obwohl es unter den 47 Teilnehmern ​ bekannte Namen gab und auch gute Leistungen, die sie dann auch im Finale bestätigten. ​ Es siegten (ab Federgewicht):​ Labinschus, Prause, Lehmann, Münchow, Fiedler, Dolinski, Emmerich und Brandenburger.+Viel geringere Aufmerksamkeit erlangten die **Polizeimeisterschaften** vom 18.-23.10. in Pforzheim. Nur die lokale Presse berichtete, aber sonst gab es wenig Öffentlichkeitsarbeit. Obwohl es unter den 47 Teilnehmern ​ bekannte Namen gab und auch gute Leistungen, die sie dann auch im Finale bestätigten. ​ Es siegten (ab Federgewicht): ​**Labinschus, Prause, Lehmann, Münchow, Fiedler, Dolinski, Emmerich und Brandenburger.**
  
-In Rotterdam fanden die CISM-Meisterschaften statt. Von den sieben gemeldeten Sportlern starteten sechs, begleitet von einem Kampfrichter und Betreuern , aber ohne offizielle Vertreter des Boxverbandes. Die hier startenden Kämpfer waren nicht die DABV Leistungsträger für München, aber die Nachwuchs-Kämpfer anderer Länder hätten durch Verbandsvertreter studiert werden können. Die einzige Medaille erreichte Schmid (Silber) , der gegen den Amerikaner Bobick nicht mithalten konnte. Pech hatte dagegen Laroche, der wegen einer Armverletzung bereits vorher ausgeschieden war.+In Rotterdam fanden die **CISM-Meisterschaften** statt. Von den sieben gemeldeten Sportlern starteten sechs, begleitet von einem Kampfrichter und Betreuern , aber ohne offizielle Vertreter des Boxverbandes. Die hier startenden Kämpfer waren nicht die DABV Leistungsträger für München, aber die Nachwuchs-Kämpfer anderer Länder hätten durch Verbandsvertreter studiert werden können. Die einzige Medaille erreichte** Schmid (Silber)** , der gegen den Amerikaner Bobick nicht mithalten konnte. Pech hatte dagegen Laroche, der wegen einer Armverletzung bereits vorher ausgeschieden war.
  
 Für die Länderkämpfe hatte der DABV  starke Gegner verpflichtet. Bereits Anfang des Jahres startete der Kampf gegen Italien, dass bei den Europameisterschaften 4 Titel erkämpft hatte. Das Ergebnis von 12:8 für den DABV war  unerwartet. Ihre gute Form demonstrierten Kottysch und Hussing.  ​ Für die Länderkämpfe hatte der DABV  starke Gegner verpflichtet. Bereits Anfang des Jahres startete der Kampf gegen Italien, dass bei den Europameisterschaften 4 Titel erkämpft hatte. Das Ergebnis von 12:8 für den DABV war  unerwartet. Ihre gute Form demonstrierten Kottysch und Hussing.  ​
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 Viele Boxsportbegeisterte verfolgten die  Wettkämpfen der Bundesliga. Sie sollte die besten Kämpfer ​ wieder gegeneinander führen, um so einen  Leistungsvergleich zu haben. Hier ging das  Konzept ​ nicht auf. So kämpften von den 10 Startern bei den EM  und von den 16 Schwergewichtlern der Meisterschaft nur  zwei in der Bundesliga. Noch deutlicher wird die Außenseiterstellung,​ wenn berichtet wird, dass von den 158 Boxern , die bei der Meisterschaft unter den letzten acht waren nur 18 in der Bundesliga mitkämpften ((Boxsport 15/1971, S. 13)). Dieses Problem demonstrierte auch das Finale zwischen dem BC Velbert und dem Box-Club Travemünde,​ das 18:2 für Velbert, dem neuen  Meister der Bundesliga 1971,  endete. Die Leistungsunterschiede ​ zwischen den Kämpfern und den Staffeln waren zu groß. Diente damit die Mannschaftsmeisterschaft der Förderung des Leistungsentwicklung im Boxsport? Viele Boxsportbegeisterte verfolgten die  Wettkämpfen der Bundesliga. Sie sollte die besten Kämpfer ​ wieder gegeneinander führen, um so einen  Leistungsvergleich zu haben. Hier ging das  Konzept ​ nicht auf. So kämpften von den 10 Startern bei den EM  und von den 16 Schwergewichtlern der Meisterschaft nur  zwei in der Bundesliga. Noch deutlicher wird die Außenseiterstellung,​ wenn berichtet wird, dass von den 158 Boxern , die bei der Meisterschaft unter den letzten acht waren nur 18 in der Bundesliga mitkämpften ((Boxsport 15/1971, S. 13)). Dieses Problem demonstrierte auch das Finale zwischen dem BC Velbert und dem Box-Club Travemünde,​ das 18:2 für Velbert, dem neuen  Meister der Bundesliga 1971,  endete. Die Leistungsunterschiede ​ zwischen den Kämpfern und den Staffeln waren zu groß. Diente damit die Mannschaftsmeisterschaft der Förderung des Leistungsentwicklung im Boxsport?
  
-Die Deutschen Juniorenmeisterschaften schlossen ab  mit dem Finale am 28. Mai in Emden mit den Titelgewinn von Schorr (4:1), Schuer (5:0), Weller (4:1), Jurchen (5:0), Stahlschmidt (3:2), Borst (4:1), Steinherr (5:0), Sparwald (5:0), Hofbauer (4:1)und August (Abbr. 2. Rd).  Bereits kurz nach der Meisterschaft hatten sich diese Jungen im Länderkampf gegen Frankreich zu bewähren. Das Ergebnis lautete: 12:8 für Frankreich. Dagegen konnte ein sehr gutes Resultat mit 4:18 gegen England und ein 12:10 gegen Polen erzielt werden.+Die Deutschen ​**Juniorenmeisterschaften** schlossen ab  mit dem Finale am 28. Mai in Emden mit den Titelgewinn von **Schorr (4:1), Schuer (5:0), Weller (4:1), Jurchen (5:0), Stahlschmidt (3:2), Borst (4:1), Steinherr (5:0), Sparwald (5:0), Hofbauer (4:1)und August (Abbr. 2. Rd)** 
 +Bereits kurz nach der Meisterschaft hatten sich diese Jungen im Länderkampf gegen Frankreich zu bewähren. Das Ergebnis lautete: 12:8 für Frankreich. Dagegen konnte ein sehr gutes Resultat mit 4:18 gegen England und ein 12:10 gegen Polen erzielt werden.
  
 Viele Vergleiche der Bundesländer,​ von Stadtmannschaften und Vereinen gab es auf internationalem Parkett. So kämpfte die Westfalenauswahl gegen Trud Moskau 1:13, nicht besser machte es die Bayernauswahl,​ die gegen den gleichen Verein mit 2:14 unterlag. Die Hamburger Stadtauswahl verlor gegen Schwerin, konnte aber gegen Warschau einen Sieg mit 13:7 verbuchen. Viele Vergleiche der Bundesländer,​ von Stadtmannschaften und Vereinen gab es auf internationalem Parkett. So kämpfte die Westfalenauswahl gegen Trud Moskau 1:13, nicht besser machte es die Bayernauswahl,​ die gegen den gleichen Verein mit 2:14 unterlag. Die Hamburger Stadtauswahl verlor gegen Schwerin, konnte aber gegen Warschau einen Sieg mit 13:7 verbuchen.
gs/w/1971.txt · Zuletzt geändert: 2012/09/24 13:21 (Externe Bearbeitung)

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