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gs:w:1965

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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gs:w:1965 [2010/11/16 22:16]
je
gs:w:1965 [2012/09/24 13:21] (aktuell)
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 Wer wird der Nachfolger des Cheftrainers Oskar Sänger ? Diese Frage bestimmte im Verlauf des Jahres die Diskussionen. Viele meldeten sich zu Wort. Der eine wollte einen Fachmann aus der Profiszene, der andere einen erfahrenen Boxer, einen Mann mit Trainerschein ((vgl.: Box-Sport 3, 8, 19,32/ 1965)). Erst am 25. 10. 65 wurde mit Hans Weinbuch eine Trainerpersönlichkeit vorgestellt,​ auf die sich viele einigen konnten. Gedanken über zwei Trainer, die vom Bund bezahlt wurden, um die Ausbildung ​ mit kleinen Gruppen zu realisieren,​ waren nur bis Jahresmitte im Gespräch. Wer wird der Nachfolger des Cheftrainers Oskar Sänger ? Diese Frage bestimmte im Verlauf des Jahres die Diskussionen. Viele meldeten sich zu Wort. Der eine wollte einen Fachmann aus der Profiszene, der andere einen erfahrenen Boxer, einen Mann mit Trainerschein ((vgl.: Box-Sport 3, 8, 19,32/ 1965)). Erst am 25. 10. 65 wurde mit Hans Weinbuch eine Trainerpersönlichkeit vorgestellt,​ auf die sich viele einigen konnten. Gedanken über zwei Trainer, die vom Bund bezahlt wurden, um die Ausbildung ​ mit kleinen Gruppen zu realisieren,​ waren nur bis Jahresmitte im Gespräch.
  
-Dann überdecken die aktuellen Fragen und das Boxgeschehen alle Probleme. Die Deutschen Meisterschaften vom 14. – 19. April in Hannover hatten bis auf das Fliegengewicht volle Teilnehmerzahlen (16 in jeder Gewichtsklasse). „Hannover brachte endlich den Durchbruch“ war die Überschrift zum  Meisterschaftsbericht. Boxsport Berichterstatter Robert Biewer schrieb:​“.. die besten Endkämpfe....,​ die seit Jahren stattgefunden haben.“(( Box-Sport 16/1965, S.3)) Im Finale besiegten alle ihre Gegner (bis auf Renz) mit einer 5: 0 Punktwertung:​+Dann überdecken die aktuellen Fragen und das Boxgeschehen alle Probleme. Die **Deutschen Meisterschaften** vom 14. – 19. April in Hannover hatten bis auf das Fliegengewicht volle Teilnehmerzahlen (16 in jeder Gewichtsklasse). „Hannover brachte endlich den Durchbruch“ war die Überschrift zum  Meisterschaftsbericht. Boxsport Berichterstatter Robert Biewer schrieb:​“.. die besten Endkämpfe....,​ die seit Jahren stattgefunden haben.“(( Box-Sport 16/1965, S.3)) Im Finale besiegten alle ihre Gegner (bis auf Renz) mit einer 5: 0 Punktwertung:​
 Die Endkampfpaarungenen : Die Endkampfpaarungenen :
  Freistadt - Kannewurf  Freistadt - Kannewurf
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 Die Meisterschaft in Verbindung mit dem DABV-Kongress bot sich an, Fragen des Neuaufbaus der Kernmannschaft,​ der weiteren Gestaltung des Lehrgangssystems und auch die internationalen Verpflichtungen anzusprechen. Sehr eng waren die internationalen Aufgaben auch an Reglungen in Deutschland gebunden. So konstatierte ein Hamburger Arbeitsgericht:​ Boxen ist ein gefährlicher Sport ((Boxsport2/​65,​ S. 17)), nach Untersuchungen des Hamburger Sportbundes rangierte der Boxsport doch erst an 13. Stelle, hinter Fußball...Judo,​ Basketball, Hockey und der Schwerathletik ((Boxsport 8/65, S.17)). Eine breite Gesprächsrunde erfolgte unter den Ringärzten. Sie folgten den  Vorschlägen der AIBA und boten eigene Ansätze. Besonders hervorgehoben ist der Vorschlag, Boxer ohne eine ausreichende Deckung zu verwarnen und auch einen rechtzeitigen Abbruch zu gewährleisten,​ wenn viele Treffer durchgekommen sind. Auch in einer  K.o. Sperre sollte keine sportliche Betätigung erfolgen. ​ Das Tragen eines Kopfschutzes ist noch weitgehend abgelehnt und Prof. Grebe wollte noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen abwarten ((Boxsport22/​1965,​ S. 4 )). Die Meisterschaft in Verbindung mit dem DABV-Kongress bot sich an, Fragen des Neuaufbaus der Kernmannschaft,​ der weiteren Gestaltung des Lehrgangssystems und auch die internationalen Verpflichtungen anzusprechen. Sehr eng waren die internationalen Aufgaben auch an Reglungen in Deutschland gebunden. So konstatierte ein Hamburger Arbeitsgericht:​ Boxen ist ein gefährlicher Sport ((Boxsport2/​65,​ S. 17)), nach Untersuchungen des Hamburger Sportbundes rangierte der Boxsport doch erst an 13. Stelle, hinter Fußball...Judo,​ Basketball, Hockey und der Schwerathletik ((Boxsport 8/65, S.17)). Eine breite Gesprächsrunde erfolgte unter den Ringärzten. Sie folgten den  Vorschlägen der AIBA und boten eigene Ansätze. Besonders hervorgehoben ist der Vorschlag, Boxer ohne eine ausreichende Deckung zu verwarnen und auch einen rechtzeitigen Abbruch zu gewährleisten,​ wenn viele Treffer durchgekommen sind. Auch in einer  K.o. Sperre sollte keine sportliche Betätigung erfolgen. ​ Das Tragen eines Kopfschutzes ist noch weitgehend abgelehnt und Prof. Grebe wollte noch weitere wissenschaftliche Untersuchungen abwarten ((Boxsport22/​1965,​ S. 4 )).
  
-Erst nach der Meisterschaft erfolgte eine Zustimmung für den Start bei den Europameisterschaften. ​ Bis dahin war ein Start in Ost-Berlin noch fraglich. Die Ergebnisse bei den Europameisterschaften stimmten alle optimistisch für die kommende Zeit. Freistadt erkämpfte den 1. Platz, ​ eine Silbermedaille errang Gerber und fünf weitere Bronzemedaillen vervollständigten das hervorragendes Ergebnis. Dabei konnten die Deutschen Meister, die Bundeswehrangehörigen Kottysch und Meier, wegen der politischen Rahmenvorgaben ​ nicht starten.+Erst nach der Meisterschaft erfolgte eine Zustimmung für den Start bei den Europameisterschaften. ​ Bis dahin war ein Start in Ost-Berlin noch fraglich. Die Ergebnisse bei den **Europameisterschaften** stimmten alle optimistisch für die kommende Zeit. **Freistadt erkämpfte den 1. Platz**,  eine **Silbermedaille errang Gerber** und **fünf weitere Bronzemedaillen** vervollständigten das hervorragendes Ergebnis. Dabei konnten die Deutschen Meister, die Bundeswehrangehörigen Kottysch und Meier, wegen der politischen Rahmenvorgaben ​ nicht starten.
  
 Die Ergebnisse weiterer Meisterschaften wiesen auf die gestiegene Leistungsfähigkeit der DABV-Boxer hin. Die Ergebnisse weiterer Meisterschaften wiesen auf die gestiegene Leistungsfähigkeit der DABV-Boxer hin.
-So konnten bei den Militärmeisterschaften (die Boxer der BRD waren seit 1958 beteiligt und erreichten seither 3 x Gold , 6 x Silber und 23 x Bronze) Wichert den 1. Platz, Meier ( nach Kieferbruch ) und Larmann den 2. Platz belegen.+So konnten bei den **Militärmeisterschaften** (die Boxer der BRD waren seit 1958 beteiligt und erreichten seither 3 x Gold , 6 x Silber und 23 x Bronze) ​**Wichert den 1. Platz, Meier ( nach Kieferbruch ) und Larmann den 2. Platz belegen.**
  
-Nach Vorkämpfen in  Heidelberg, Hamburg, Darmstadt und Münster startete das Finale um die Deutsche Hochschulmeisterschaft im Boxen am 20./21. Februar im Bonn. Den Titel errangen:​(ab Bantamgewicht) Münch, El Gussein, Schneidewind,​ Buxbaum, Drochner, Treumann, Krückemeyer,​ Riepen und Böse. +Nach Vorkämpfen in  Heidelberg, Hamburg, Darmstadt und Münster startete das Finale um die Deutsche ​**Hochschulmeisterschaft** im Boxen am 20./21. Februar im Bonn. Den Titel errangen:​(ab Bantamgewicht) Münch, El Gussein, Schneidewind,​ Buxbaum, Drochner, Treumann, Krückemeyer,​ Riepen und Böse. 
-Nicht in allen Landesverbänden hatte die Polizei auch ausreichend boxende Sportler. ​ In Nordrhein-Westfalen aber fanden die Meisterschaften ​ statt. In sechs Gewichtsklassen sah das Finale wie folgt aus:+ 
 +Nicht in allen Landesverbänden hatte die **Polizei** auch ausreichend boxende Sportler. ​ In** **Nordrhein-**Westfalen** aber fanden die Meisterschaften ​ statt. In sechs Gewichtsklassen sah das Finale wie folgt aus:
   Leichtgew.:​ Kubel - Bachmann   Leichtgew.:​ Kubel - Bachmann
   Weltergew.:​ Rothkegel - Langkebel   Weltergew.:​ Rothkegel - Langkebel
-  Halbmittelgew.:​ Wegener - Meisinger+  Halbmittelgew.:​ Wegener - Meisinger
   Mittelgew.:​ Ralph - Eberhardt   Mittelgew.:​ Ralph - Eberhardt
-  Halbschwergew.:​ Lemm - Kayss+  Halbschwergew.:​ Lemm - Kayss
   Schwergew.:​ Brandenburg - Hutknecht    Schwergew.:​ Brandenburg - Hutknecht
  
-Das Finale der  Deutschen Polizeimeisterschaft begann mit  8000 Zuschauern im Berliner Sportpalast. Im Federgewicht war das Urteil recht umstritten, beim dem Thees über den Berliner Niestroy zum Sieger erklärt wurde.+Das Finale der  ​**Deutschen Polizeimeisterschaft** begann mit  8000 Zuschauern im Berliner Sportpalast. Im Federgewicht war das Urteil recht umstritten, beim dem Thees über den Berliner Niestroy zum Sieger erklärt wurde.
  
-Die Sieger vom Leicht bis Schwergewicht:​ Wilhelmus (Saarbrücken),​ Jung (Saarland), Perplies (Baden-Württemb.),​ Gula (Bremen), Schmidt (Nordrhein-Westf.),​ Gerber (Bremen), Brandenburger (Baden-Württemb.).+**Die Sieger vom Leicht bis Schwergewicht:​ Wilhelmus (Saarbrücken),​ Jung (Saarland), Perplies (Baden-Württemb.),​ Gula (Bremen), Schmidt (Nordrhein-Westf.),​ Gerber (Bremen), Brandenburger (Baden-Württemb.**).
  
-Die Vergleiche gegen Mannschaften aus  anderen Ländern spielten eine große Rolle im Leben des DABV. Auf der Seite 14/15 des Boxsport 37/1965 allein sind folgende Überschriften ​ zu finden: „ Prächtiger Hessenstaffel gelang Revanche gegen London“ ,  „SH ABV gegen Belgrad 10 : 10“, ​ „Stadtmannschaft Köln gegen Auswahl Rom“, „Schülervergleichkampf Berlin- Grenoble“.+Die Vergleiche gegen Mannschaften aus  anderen Ländern spielten eine große Rolle im Leben des DABV. Auf der Seite ((14/15 des Boxsport 37/1965)) allein sind folgende Überschriften ​ zu finden: „ Prächtiger Hessenstaffel gelang Revanche gegen London“ ,  „SH ABV gegen Belgrad 10 : 10“, ​ „Stadtmannschaft Köln gegen Auswahl Rom“, „Schülervergleichkampf Berlin- Grenoble“.
  
 Doch auch die Vergleiche der Nationalmannschaft dienten vor allem der Bestimmung des Leistungsstandes,​ so die Kämpfe gegen  Polen und Rumänien (Ergebnis:​10:​ 10). Bereits von 1922 bis 1943 gab es mit Polen 89 Vergleiche. Mit dem ersten Start beider Mannschaften nach dem Krieg, ​ 1956,  konnten bis 1965 acht Wettkämpfe ausgetragen werden, aus denen der DABV zweimal als Sieger hervorging. Doch auch die Vergleiche der Nationalmannschaft dienten vor allem der Bestimmung des Leistungsstandes,​ so die Kämpfe gegen  Polen und Rumänien (Ergebnis:​10:​ 10). Bereits von 1922 bis 1943 gab es mit Polen 89 Vergleiche. Mit dem ersten Start beider Mannschaften nach dem Krieg, ​ 1956,  konnten bis 1965 acht Wettkämpfe ausgetragen werden, aus denen der DABV zweimal als Sieger hervorging.
gs/w/1965.txt · Zuletzt geändert: 2012/09/24 13:21 (Externe Bearbeitung)

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