Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


gs:w:1959

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

gs:w:1959 [2010/11/16 22:03]
je
gs:w:1959 [2012/09/24 13:21] (aktuell)
Zeile 2: Zeile 2:
  
 Der  „Jahreskalender“ ​ für den Boxsport war anders als in den vorausgegangenen Jahren. Der  „Jahreskalender“ ​ für den Boxsport war anders als in den vorausgegangenen Jahren.
-Es fanden die internationalen Wettkämpfe der Europameisterschaft vor den nationalen Meisterschaften statt und Ausscheidungskämpfe dazu fielen wegen fehlender ​ Rahmenbedingungen aus. Doch die vielen Veranstaltungen auf nationaler Ebene und Vorbereitungen auf hochrangige Vergleichskämpfe bestimmten das Bild. So stand der Wettkampf gegen die polnische Nationalmannschaft im Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit einem Ergebnis von 10 : 10, einem „Traumergebnis“ ​ ((Boxsport, 6/59, S. 10 f )) gegen die nach der UdSSR stärkste Vertretung in Europa hatte keiner gerechnet. War der Boxsport aus dem Tief heraus ? In den vergangenen beiden Jahren ​wechselten34 ​Amateure zu den Profis , davon die Hälfte der Nationalmannschaft. Konnte die Substanz des Amateurboxens das verkraften? Es schien fast so, denn die Siege von Homberg, Herper, Graus, Kienast und Haschka ​ gegen die polnische Spitze war doch ein guter Baustein für die weitere Arbeit. Auch die Linien in der Leitung des DABV waren  mit dem Berliner Kongress (im Februar 1959) des DABV klar gezogen. Besonders angespannt war die finanzielle Situation. Mit dem geplanten Länderkampf gegen Frankreich im April in der Berliner Deutschlandhalle und den Zuwendungen durch das Fernsehen war auch hier eine Entlastung vorgesehen. Gleichzeitig ​ konnten die Sportler vor den Europameisterschaften einer Überprüfung unterzogen werden. Vor 6000 Zuschauern ​ gelang dann  ein 13 : 7 Erfolg ohne einen Schwergewichtskampf. Die Sieger waren Paul, Schnellenkamp,​ Rascher, und Hans-Heinrich Dieter III.+Es fanden die internationalen Wettkämpfe der Europameisterschaft vor den nationalen Meisterschaften statt und Ausscheidungskämpfe dazu fielen wegen fehlender ​ Rahmenbedingungen aus. Doch die vielen Veranstaltungen auf nationaler Ebene und Vorbereitungen auf hochrangige Vergleichskämpfe bestimmten das Bild. So stand der Wettkampf gegen die polnische Nationalmannschaft im Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit einem Ergebnis von 10 : 10, einem „Traumergebnis“ ​ ((Boxsport, 6/59, S. 10 f )) gegen die nach der UdSSR stärkste Vertretung in Europa hatte keiner gerechnet. War der Boxsport aus dem Tief heraus ? In den vergangenen beiden Jahren ​wechselten 34 Amateure zu den Profis, davon die Hälfte der Nationalmannschaft. Konnte die Substanz des Amateurboxens das verkraften? Es schien fast so, denn die Siege von Homberg, Herper, Graus, Kienast und Haschka ​ gegen die polnische Spitze war doch ein guter Baustein für die weitere Arbeit. Auch die Linien in der Leitung des DABV waren  mit dem Berliner Kongress (im Februar 1959) des DABV klar gezogen. Besonders angespannt war die finanzielle Situation. Mit dem geplanten Länderkampf gegen Frankreich im April in der Berliner Deutschlandhalle und den Zuwendungen durch das Fernsehen war auch hier eine Entlastung vorgesehen. Gleichzeitig ​ konnten die Sportler vor den Europameisterschaften einer Überprüfung unterzogen werden. Vor 6000 Zuschauern ​ gelang dann  ein 13 : 7 Erfolg ohne einen Schwergewichtskampf. Die Sieger waren Paul, Schnellenkamp,​ Rascher, und Hans-Heinrich Dieter III.
  
-Die Zeit bis zu den Europameisterschaften nutzten alle gut. Mit Homberg und Rascher stellte der DABV zwei Europameister. Und auch die Begegnung Goschka gegen den polnischen Boxer Adamski sah zwei Runden lang den DABV-Mann vorn, ehe er sich in der dritten Runde nach großem Kampf mit einem  sehr guten 2.Platz begnügen musste. Den 3. Platz erkämpfte sich Leichtgewichtler Herper. Es fällt ​ bei der Betrachtung der Ergebnisse auf, dass die sportlichen Leistungen in den oberen Gewichtsklassen noch nicht dem Niveau der  unteren entsprachen. Aber insgesamt eroberte sich der DABV wieder einen Spitzenplatz im europäischen Boxsport.+Die Zeit bis zu den Europameisterschaften nutzten alle gut. Mit** Homberg** und **Rascher** stellte der DABV zwei **Europameister**. Und auch die Begegnung ​**Goschka** gegen den polnischen Boxer Adamski sah zwei Runden lang den DABV-Mann vorn, ehe er sich in der dritten Runde nach großem Kampf mit einem  sehr guten **2.Platz** begnügen musste. Den **3. Platz** erkämpfte sich Leichtgewichtler ​**Herper**. Es fällt ​ bei der Betrachtung der Ergebnisse auf, dass die sportlichen Leistungen in den oberen Gewichtsklassen noch nicht dem Niveau der  unteren entsprachen. Aber insgesamt eroberte sich der DABV wieder einen Spitzenplatz im europäischen Boxsport.
  
-Bereits in der Zeit der Europameisterschaften begannen die nationalen Wettkämpfe um die Landesmeistertitel. Der ABV  Braunschweig war wohl der  erste Verband, der mit Meier, Höppner, Neufeld, Höfs, Janzik, Schauß, Hane und Ostrowski vom Bantam- bis Halbschwergewicht ​ die Meister ermittelte. Da Höppner und Neufeld kampflos ​ den Titel errangen, zeigte sich die unzureichende Breite ​ sehr deutlich. ​+Bereits in der Zeit der Europameisterschaften begannen die nationalen Wettkämpfe um die Landesmeistertitel. Der **ABV  Braunschweig** war wohl der  erste Verband, der mit Meier, Höppner, Neufeld, Höfs, Janzik, Schauß, Hane und Ostrowski vom Bantam- bis Halbschwergewicht ​ die Meister ermittelte. Da Höppner und Neufeld kampflos ​ den Titel errangen, zeigte sich die unzureichende Breite ​ sehr deutlich. ​
  
-Die Hessischen Meisterschaften gewannen (Fliegen- bis Schwergewicht):​ Kaiser - Offenbacher Kickers, Hennemann - ESV Jahn Kassel, Hahn - Condor Limburg, Mayer - Darmstadt 75, Simaon - ABC Dillenburg, Niesalle - Kassel-Wilhelmshöhe,​ Schmidt - BC Zeilsheim, Reeg - TV Aschaffenburg,​ Scheuch - TG Darmstadt - Bessungen und Schuldt - Eintracht Frankfurt. Die Bantam-, Feder- und Leichtgewichtler konnten dabei ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.+Die **Hessischen Meisterschaften** gewannen (Fliegen- bis Schwergewicht):​ Kaiser - Offenbacher Kickers, Hennemann - ESV Jahn Kassel, Hahn - Condor Limburg, Mayer - Darmstadt 75, Simaon - ABC Dillenburg, Niesalle - Kassel-Wilhelmshöhe,​ Schmidt - BC Zeilsheim, Reeg - TV Aschaffenburg,​ Scheuch - TG Darmstadt - Bessungen und Schuldt - Eintracht Frankfurt. Die Bantam-, Feder- und Leichtgewichtler konnten dabei ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.
  
-Die Deutschen ​Juniorenmeisterschaften ​fanden in Freising und Dachau statt. Sie waren hervorragend organisiert. In den acht Gruppen gab es ein voll besetztes Teilnehmerfeld. Mit Klee, Hiller, Wilde, Meier, Ratajczak, Gronwald, Szemkus, Sommer, Benedes und Biermann setzten sich die Besten durch. Erwähnenswert ist die Leistung des besten Technikers des Turniers, ​ der Fürther Leichtgewichtler Meier.+Die Deutschen ​**Juniorenmeisterschafte**n ​fanden in Freising und Dachau statt. Sie waren hervorragend organisiert. In den acht Gruppen gab es ein voll besetztes Teilnehmerfeld. 
 +   Mit Klee, Hiller, Wilde, Meier, Ratajczak, Gronwald, Szemkus, Sommer, Benedes und Biermann setzten sich die Besten durch. 
 +Erwähnenswert ist die Leistung des besten Technikers des Turniers, ​ der Fürther Leichtgewichtler Meier.
 Einen großen politischen Wert hatte die Durchführung der Hochschulmeisterschaften vom 24./25 Jan.  in Aachen. Der Trainer und die Aktive der TH Karlsruhe hatte in umfangreicher Arbeit für die Wiederbelebung bereits 1958 gesorgt. Sie   waren auch diesmal wieder die entscheidende treibende Kraft, unterstützt vom Direktor des Instituts für Leibesübungen. Einen großen politischen Wert hatte die Durchführung der Hochschulmeisterschaften vom 24./25 Jan.  in Aachen. Der Trainer und die Aktive der TH Karlsruhe hatte in umfangreicher Arbeit für die Wiederbelebung bereits 1958 gesorgt. Sie   waren auch diesmal wieder die entscheidende treibende Kraft, unterstützt vom Direktor des Instituts für Leibesübungen.
  
-Über 80 Aktive kämpften um den Titel eines Deutschen ​Studentenmeisters. Er wurde vom Feder- bis Schwergewicht vergeben an: Zimmermann -Karlsruhe, Birkle - Karlsruhe, Scherzer -Frankfurt, Gerz -Aachen, ​ Fröhlich -Aachen, Berg -Gießen, Volz I -Mainz und Kotischke Aachen.+Über 80 Aktive kämpften um den Titel eines** Deutschen ​Hochschulmeisters**. Er wurde vom Feder- bis Schwergewicht vergeben an: Zimmermann -Karlsruhe, Birkle - Karlsruhe, Scherzer -Frankfurt, Gerz -Aachen, ​ Fröhlich -Aachen, Berg -Gießen, Volz I -Mainz und Kotischke Aachen.
  
 Immer wieder feierten Landesverbände die Großen ihrer Zeit. So konnte der württembergische Boxer Paul Bauer auf 407 Kämpfe zurückblicken. Davon erreichte er 334 Siege. Neben Landesmeistertiteln konnte er auch auf den 2. Platz beim DASV verweisen. Seit 1947 wirkte er dann als Kampfrichter und Übungsleiter. Die Verleihung der Golden Ehrennadel des WABV war eine Dankeschön für ein langes Wirken zum Wohle des Boxsports. ​ Immer wieder feierten Landesverbände die Großen ihrer Zeit. So konnte der württembergische Boxer Paul Bauer auf 407 Kämpfe zurückblicken. Davon erreichte er 334 Siege. Neben Landesmeistertiteln konnte er auch auf den 2. Platz beim DASV verweisen. Seit 1947 wirkte er dann als Kampfrichter und Übungsleiter. Die Verleihung der Golden Ehrennadel des WABV war eine Dankeschön für ein langes Wirken zum Wohle des Boxsports. ​
gs/w/1959.txt · Zuletzt geändert: 2012/09/24 13:21 (Externe Bearbeitung)

Seiten-Werkzeuge