Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


gs:o:1973

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

gs:o:1973 [2010/11/14 19:48]
je
gs:o:1973 [2012/09/24 13:20] (aktuell)
Zeile 1: Zeile 1:
 ===== 1973 - Neue Regeln ===== ===== 1973 - Neue Regeln =====
  
-Im Jahr nach den Olympischen Spielen waren die Augen bereits wieder auf die Vorbereitungen des nächsten Vier-Jahres-Zyklus gerichtet. Auf der einen Seite sind mit Ehrungen versehen langjährige Kämpfer wie B. Anders (fast 200 Kämpfe und Medaillen bei neun Meisterschaften),​ Voigtländer (213 Kämpfe), Malig (147 Kämpfe) und der heutige Profitrainer U. Wegner (betreute bereits 1972 vorübergehend die Oberligamannschaft von Wismut Gera) aus dem aktiven Sport verabschiedet worden. Gleichzeitig gab es Anstrengungen,​ um für den Nachwuchs die günstigsten Bedingungen zu schaffen. So fanden viele Turniere statt, um ausreichend Qualifikationsmöglichkeiten und Kampferfahrungen zu sammeln. Zum Pokal der Zeitung „Freiheit“ Halle meldeten 429 Aktive. Das Mannschaftsturnier der BSG Stahl Maxhütte verzeichnete 80 Boxer Meldungen. Das III. Boxturnier der Stadt Rastenburg (Bezirk Erfurt) konnte 134 Faustkämpfer vorstellen und beim Oder-Neiße-Friedenspokal folgten 252 Aktive der Ausschreibung. Dennoch konnte die Entwicklung des Boxsports noch nicht den gesteckten Zielen entsprechen. Es fehlten die großen Veranstaltungen,​ die viele Hunderte Zuschauer in den Bann zogen. Die Veranstaltungen des Boxsports waren in die Mittelmäßigkeit abgesunken. (Boxring 2/1973, S. 2). Besonders kritisch waren die Kämpfe in der Juniorenliga beobachtet worden, wo fast 50 Prozent der möglichen Wettkämpfe nicht stattfanden (Boxring, 3/1973, S. 2). Doch gerade die Schülerwerbung für den Boxsport, Berichte über die Schülerwettkämpfe und die Ergebnislisten kleinerer rühriger Boxsektionen füllten die Seiten der Zeitung „Boxring“. +Im Jahr nach den Olympischen Spielen waren die Augen bereits wieder auf die Vorbereitungen des nächsten Vier-Jahres-Zyklus gerichtet. Auf der einen Seite sind mit Ehrungen versehen langjährige Kämpfer wie B. Anders (fast 200 Kämpfe und Medaillen bei neun Meisterschaften),​ Voigtländer (213 Kämpfe), Malig (147 Kämpfe) und der heutige Profitrainer U. Wegner (betreute bereits 1972 vorübergehend die Oberligamannschaft von Wismut Gera) aus dem aktiven Sport verabschiedet worden. Gleichzeitig gab es Anstrengungen,​ um für den Nachwuchs die günstigsten Bedingungen zu schaffen. So fanden viele Turniere statt, um ausreichend Qualifikationsmöglichkeiten und Kampferfahrungen zu sammeln. Zum Pokal der Zeitung „Freiheit“ Halle meldeten 429 Aktive. Das Mannschaftsturnier der BSG Stahl Maxhütte verzeichnete 80 Boxer Meldungen. Das III. Boxturnier der Stadt Rastenburg (Bezirk Erfurt) konnte 134 Faustkämpfer vorstellen und beim Oder-Neiße-Friedenspokal folgten 252 Aktive der Ausschreibung. Dennoch konnte die Entwicklung des Boxsports noch nicht den gesteckten Zielen entsprechen. Es fehlten die großen Veranstaltungen,​ die viele Hunderte Zuschauer in den Bann zogen. Die Veranstaltungen des Boxsports waren in die Mittelmäßigkeit abgesunken. ​((Boxring 2/1973, S. 2)). Besonders kritisch waren die Kämpfe in der Juniorenliga beobachtet worden, wo fast 50 Prozent der möglichen Wettkämpfe nicht stattfanden ​((Boxring, 3/1973, S. 2)). Doch gerade die Schülerwerbung für den Boxsport, Berichte über die Schülerwettkämpfe und die Ergebnislisten kleinerer rühriger Boxsektionen füllten die Seiten der Zeitung „Boxring“. 
-Bereits im Februar fanden die Meisterschaften der Senioren statt, um die Besten langfristig auf die Europameisterschaften im Juni vorzubereiten. + 
-Die Meisterschaften zeigten, dass die jungen Boxer noch nicht in der Lage waren, alle Älteren von den vorderen Plätzen zu verdrängen. So konnten sich Breffke (31 Jahre), Wolke, Felgner und Grabbe wieder im Spitzenfeld platzieren.  +Bereits im Februar fanden die Meisterschaften der Senioren statt, um die Besten langfristig auf die Europameisterschaften im Juni vorzubereiten. Die Meisterschaften zeigten, dass die jungen Boxer noch nicht in der Lage waren, alle Älteren von den vorderen Plätzen zu verdrängen. So konnten sich Breffke (31 Jahre), Wolke, Felgner und Grabbe wieder im Spitzenfeld platzieren.  
-Die Meister des Jahres 1973 waren (vom Halbfliegen. bis Schwergewicht):​Geilich,​ Gertenbach, Grabbe, Förster, Radowski, Beyer, Weidner, Tiepold, Wittenburg, Sachse und Knut Anders. +Die Meister des Jahres 1973 waren (vom Halbfliegen. bis Schwergewicht):​ 
-Aus diesen Wettkämpfen ragte besonders der Federgewichtler Stefan Förster heraus, der für seine boxsportlichen Leistungen de Ehrenpreis des„Deutschen Boxverbandes der DDR“ +  ​Geilich, Gertenbach, Grabbe, Förster, Radowski, Beyer, ​ 
-erhielt. ​+  ​Weidner, Tiepold, Wittenburg, Sachse und Knut Anders. 
 + 
 +Aus diesen Wettkämpfen ragte besonders der Federgewichtler Stefan Förster heraus, der für seine boxsportlichen Leistungen de Ehrenpreis des„Deutschen Boxverbandes der DDR“ erhielt. ​
 Für die Europameisterschaften vom 1. bis 9. Juni in Belgrad hatten 50 Aktive weniger gemeldet, als zwei Jahre vorher. Es stellten sich 148 Aktive vor. Italien startete lieber mit der Mannschaft bei den NATO - Meisterschaften in Korea. Norwegen, die Schweiz und Belgien hatten keine Wettkämpfer gemeldet. Für die Europameisterschaften vom 1. bis 9. Juni in Belgrad hatten 50 Aktive weniger gemeldet, als zwei Jahre vorher. Es stellten sich 148 Aktive vor. Italien startete lieber mit der Mannschaft bei den NATO - Meisterschaften in Korea. Norwegen, die Schweiz und Belgien hatten keine Wettkämpfer gemeldet.
 +
 Für die DDR waren diese Wettkämpfe erfolgreich. So konnte Federgewichtler Förster seinen Kontrahenten im Finale durch k.o. besiegen. Weidner erreichte einen 2. Platz. Für Beyer gab es nach einer umstrittenen Wertung „nur“ den 3. Platz, ebenso wie für Tiepold und Radowski. Für die DDR waren diese Wettkämpfe erfolgreich. So konnte Federgewichtler Förster seinen Kontrahenten im Finale durch k.o. besiegen. Weidner erreichte einen 2. Platz. Für Beyer gab es nach einer umstrittenen Wertung „nur“ den 3. Platz, ebenso wie für Tiepold und Radowski.
  
 In einer Begegnung der Vertreter beider deutscher Boxverbände konnte Hussing (BRD) Fanghänel (DDR) besiegen. In einer Begegnung der Vertreter beider deutscher Boxverbände konnte Hussing (BRD) Fanghänel (DDR) besiegen.
-Die XXIII. Juniorenmeisterschaften,​ in Berlin und im Umland ausgetragen,​ bestätigten die kontinuierliche Arbeit mit dem Nachwuchs. Viele erreichten bereits in den Vorjahren bei den Schülern und Jugendlichen vordere Plätze bei Meisterschaften. So konnte sich der Berliner Dynamo Boxer Bruhns bereits bei den Schülern, in der Jugendklasse und nun bei den Junioren sich Medaillen sichern. Doch auch Nowakowski von Traktor Schwerin –Medaillengewinner 1971 und 1972 bei Spartakiade und Meisterschaft- setzte sich durch.+ 
 +Die XXIII. Juniorenmeisterschaften,​ in Berlin und im Umland ausgetragen,​ bestätigten die kontinuierliche Arbeit mit dem Nachwuchs. Viele erreichten bereits in den Vorjahren bei den Schülern und Jugendlichen vordere Plätze bei Meisterschaften. So konnte sich der Berliner Dynamo Boxer Bruhns bereits bei den Schülern, in der Jugendklasse und nun bei den Junioren sich Medaillen sichern. Doch auch Nowakowski von Traktor Schwerin – Medaillengewinner 1971 und 1972 bei Spartakiade und Meisterschaft - setzte sich durch.
 Nach einem Jahr Pause- wegen der Olympischen Spiele- meldeten 16 Landesverbände 79 Wettkämpfer zum IV. TSC Turnier. Der gastgebende Verband stellte 20 Aktive. Auch hier bestätigte die bisher herausgehobene Führungsspitze ihre Leistungsfähigkeit. So siegten Gertenbach, Scherpke, Förster, Bachfeld, Spilski, Tiepold, Heimann und Fanghänel. Nach einem Jahr Pause- wegen der Olympischen Spiele- meldeten 16 Landesverbände 79 Wettkämpfer zum IV. TSC Turnier. Der gastgebende Verband stellte 20 Aktive. Auch hier bestätigte die bisher herausgehobene Führungsspitze ihre Leistungsfähigkeit. So siegten Gertenbach, Scherpke, Förster, Bachfeld, Spilski, Tiepold, Heimann und Fanghänel.
 +
 Ein ganz anderes Niveau, mehr einen volkssportlichen Charakter, hatten die Meisterschaften der NVA. Hier fehlte bei einem Teil der Aktiven das langfristige Training. Doch auch Könner waren unter den Teilnehmern. So siegten: Sailer, Haring, Zimmermann, Gross, Ebermann, Warnke, Simpel, Willum, Mikitt, Urbach und Thurau. Ein ganz anderes Niveau, mehr einen volkssportlichen Charakter, hatten die Meisterschaften der NVA. Hier fehlte bei einem Teil der Aktiven das langfristige Training. Doch auch Könner waren unter den Teilnehmern. So siegten: Sailer, Haring, Zimmermann, Gross, Ebermann, Warnke, Simpel, Willum, Mikitt, Urbach und Thurau.
-Die Dynamo-Boxer starteten beim Turnier in Wilnius. Und hier lernten sie die neuen Reglungen des Weltverbandes erstmalig kennen. Die Zeit des10-Unzen-Handschuhs begann.. Bisher hatten die Wettkämpfer mit dem Gewicht von 8 uz Handschuhen gekämpft. Aber die Suche nach den Eindämmungen von Verletzungen,​ begleitet von wissenschaftlichen Untersuchungen führte zu einem neuen Boxhandschuh. Dieser wog etwas mehr und das neue Material der Polsterung dämmte den auftreffenden Schlag. Verbunden mit einem schnelleren Abbruch der Kämpfe bei 2 Niederschlägen in einer Runde war es ein Teil von Schutzmaßnahmen. Diese neue Reglung traf auch gleich den Halbschweren Wittenburg, der seinen Gegner am Boden hatte und dann selbst zweimal angezählt werden musste. Dann erfolgte bereits das „Aus“. Von den acht eingesetzten Dynamo-Kämpfern konnten Schwertner und Langer eine Silbermedaille erkämpfen.+ 
 +Die Dynamo-Boxer starteten beim Turnier in Wilnius. Und hier lernten sie die neuen Reglungen des Weltverbandes erstmalig kennen. Die Zeit des 10-Unzen-Handschuhs begann... Bisher hatten die Wettkämpfer mit dem Gewicht von 8 uz Handschuhen gekämpft. Aber die Suche nach den Eindämmungen von Verletzungen,​ begleitet von wissenschaftlichen Untersuchungen führte zu einem neuen Boxhandschuh. Dieser wog etwas mehr und das neue Material der Polsterung dämmte den auftreffenden Schlag. Verbunden mit einem schnelleren Abbruch der Kämpfe bei 2 Niederschlägen in einer Runde war es ein Teil von Schutzmaßnahmen. Diese neue Reglung traf auch gleich den Halbschweren Wittenburg, der seinen Gegner am Boden hatte und dann selbst zweimal angezählt werden musste. Dann erfolgte bereits das „Aus“. Von den acht eingesetzten Dynamo-Kämpfern konnten Schwertner und Langer eine Silbermedaille erkämpfen.
  
 ---- ----
 [[gs:​o:​1972|{{wiki:​left.png }}]][[gs:​o:​1974|{{ wiki:​right.png}}]] [[gs:​o:​1972|{{wiki:​left.png }}]][[gs:​o:​1974|{{ wiki:​right.png}}]]
gs/o/1973.txt · Zuletzt geändert: 2012/09/24 13:20 (Externe Bearbeitung)

Seiten-Werkzeuge