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gs:o:1966

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gs:o:1966 [2010/11/14 19:45]
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gs:o:1966 [2012/09/24 13:20] (aktuell)
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 ===== 1966 Perspektivplanung ===== ===== 1966 Perspektivplanung =====
  
-Bereits im Heft 10/1965 des Boxrings wurde ein Perspektivplan für die Entwicklung des Deutschen Boxverbandes bis zum Jahre 1970 veröffentlicht. Er orientierte auf die weitere Gewinnung von Jugendlichen und die Einbindung in ein ganzjähriges Wettkampfsystem. Für den Leistungssport sollte die Mannschaft des Deutschen Box-Verbandes bei den Europameisterschaften (1967 und 1969) und den Olympischen Spielen errungene Positionen ausbauen. Die wissenschaftlich geplante Trainingstätigkeit,​ die Weiterbildung der Trainer in Zusammenarbeit mit der Sportwissenschaft und der Ärztekommission sowie die Einbindung der Kampfrichter in internationale Wettkämpfe umfasste das Programm. In diesem Jahr, in dem es keine besonderen internationalen Höhepunkte gab, richtete sich die Aufmerksamkeit besonders auf den Nachwuchs bei der 1. Zentralen Kinder- und Jugendspartakiade. Wurde den Kindern vorwiegend eine Startmöglichkeit im Rahmen der Heimantvereine geboten, erhielten die Jugendlichen bereits eine größere Aufmerksamkeit. Ihre Titelträger von Papier A bis Schwergewicht:​ Winkler, Schwichtenberg,​ Schellhorn, Konieczny, Gerhard, Helmbold, Wetzug, Sobottka, Schmidt, Reuter, Eggerth, Krusche und Zechel finden wir in den folgenden Jahren nur vereinzelt in den Leistungstabellen des Boxverbandes. Es gehen viele zu anderen Sportarten, sobald sich der Lebensrhythmus durch Schule, Ausbildung oder Lehre veränderte. Deshalb schätzte der Verbandstag in Dessau auch die vorgegebene Mitgliederentwicklung (z.B. Dresden 1400 ) als unrealistisch ein. Auch die Vorgaben, die besten Trainer für den Kinder – und Jugendsport einzusetzen,​ war dann richtig, wenn ausreichend hervorragend qualifizierte Übungsleiter zur Verfügung stehen. Vorrangig galt es aber, die talentiertesten Jugendlichen in die Sportclubs zu delegieren. Das führte aber über die Jahre hin zu einer Senkung des Niveaus in den Sportgemeinschaften. Bereits fest eingebunden in die internationalen Wettkämpfe waren die Junioren. Die Meisterschaft dieses Jahres erkämpften (ab Papier C): Blum, Drowe, Schriever, Kröpelin, U.Blum, Baschin, Dietrich, Manegold, Jahnke, K. Anders und Schramm.+Bereits im Heft 10/1965 des Boxrings wurde ein Perspektivplan für die Entwicklung des Deutschen Boxverbandes bis zum Jahre 1970 veröffentlicht. Er orientierte auf die weitere Gewinnung von Jugendlichen und die Einbindung in ein ganzjähriges Wettkampfsystem. Für den Leistungssport sollte die Mannschaft des Deutschen Box-Verbandes bei den Europameisterschaften (1967 und 1969) und den Olympischen Spielen errungene Positionen ausbauen. Die wissenschaftlich geplante Trainingstätigkeit,​ die Weiterbildung der Trainer in Zusammenarbeit mit der Sportwissenschaft und der Ärztekommission sowie die Einbindung der Kampfrichter in internationale Wettkämpfe umfasste das Programm. ​ 
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 +In diesem Jahr, in dem es keine besonderen internationalen Höhepunkte gab, richtete sich die Aufmerksamkeit besonders auf den Nachwuchs bei der 1. Zentralen Kinder- und Jugendspartakiade. Wurde den Kindern vorwiegend eine Startmöglichkeit im Rahmen der Heimantvereine geboten, erhielten die Jugendlichen bereits eine größere Aufmerksamkeit. Ihre Titelträger von Papier A bis Schwergewicht:​ 
 +  ​Winkler, Schwichtenberg,​ Schellhorn, Konieczny, Gerhard, Helmbold, Wetzug, ​ 
 +  ​Sobottka, Schmidt, Reuter, Eggerth, Krusche und Zechel ​ 
 +finden wir in den folgenden Jahren nur vereinzelt in den Leistungstabellen des Boxverbandes. Es gehen viele zu anderen Sportarten, sobald sich der Lebensrhythmus durch Schule, Ausbildung oder Lehre veränderte. Deshalb schätzte der Verbandstag in Dessau auch die vorgegebene Mitgliederentwicklung (z.B. Dresden 1400) als unrealistisch ein. Auch die Vorgaben, die besten Trainer für den Kinder – und Jugendsport einzusetzen,​ war dann richtig, wenn ausreichend hervorragend qualifizierte Übungsleiter zur Verfügung stehen. Vorrangig galt es aber, die talentiertesten Jugendlichen in die Sportclubs zu delegieren. Das führte aber über die Jahre hin zu einer Senkung des Niveaus in den Sportgemeinschaften. Bereits fest eingebunden in die internationalen Wettkämpfe waren die Junioren. 
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 +Die Meisterschaft dieses Jahres erkämpften (ab Papier C):  
 +  ​Blum, Drowe, Schriever, Kröpelin, U.Blum, Baschin, Dietrich, ​ 
 +  ​Manegold, Jahnke, K. Anders und Schramm. 
 Die Titelkämpfe der Senioren wurden in der Berliner Werner-Seelenbinder-Halle in Turnierform ausgetragen. Im Finale standen sich gegenüber:​(Sieger zuerst genannt) Die Titelkämpfe der Senioren wurden in der Berliner Werner-Seelenbinder-Halle in Turnierform ausgetragen. Im Finale standen sich gegenüber:​(Sieger zuerst genannt)
-Cybinski-Beckert,​ Poser-Fielitz,​ Felgner-Medwed,​ Kirsch -Dunkel, Tiepold-Winter,​ Dahn -Wolke, Voigtländer-Bismark,​ Hell-Graf, Brauske-Grönke,​ Limant-Maier. Damit konnten fünf der alten Titelträger ihre Position behaupten. Sie waren es in der Regel, die in den sechs Länderkämpfen starteten, wobei es keine Niederlage gab. Herauszuheben sind die Vergleiche gegen Polen und Jugoslawien,​ die im Ausland unentschieden endeten.+  ​Cybinski-Beckert,​ Poser-Fielitz,​ Felgner-Medwed,​ Kirsch -Dunkel, ​ 
 +  ​Tiepold-Winter,​ Dahn -Wolke, Voigtländer-Bismark,​ Hell-Graf, ​ 
 +  ​Brauske-Grönke,​ Limant-Maier. ​ 
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 +Damit konnten fünf der alten Titelträger ihre Position behaupten. Sie waren es in der Regel, die in den sechs Länderkämpfen starteten, wobei es keine Niederlage gab. Herauszuheben sind die Vergleiche gegen Polen und Jugoslawien,​ die im Ausland unentschieden endeten
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 +Die III. Studentenmeisterschaften der DDR endeten nach Vorkämpfen in Magdeburg mit dem Finale in Görlitz (18.12.66). Und das sind die Titelträger:​  
 +  Bantamgew.: Weinhold -Fachschule Reichsbahnwesen,​  
 +  Poser - DHfK im Federgewicht,​  
 +  Schneider - Fachschule für Reichsbahnwesen,​  
 +  Sattler – Halbweltergew.,​ Ingenieurschule für Textilbau,  
 +  Grunzig - DHfK im Weltergewicht,​  
 +  Ullmann – Halbmittelgew. Humboldt-Uni Berlin,  
 +  Urbach – Mittelgew. Fachschule für Landwirtschaft,​  
 +  Wollschläger - DHfK im Halbschwergew.,​  
 +  Bröcker – Schwergewicht,​ Institut für Pädagogik Magdeburg. 
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 +Zu den Meisterschaften der NVA in Mühlhausen gab es 130 Meldungen. Es siegten:  
 +  Schwach, Hahn, Schwarz, Wiessner, Stanull, Ludwig, Theil,  
 +  Kapteina, Polzin und Maier.
  
-Die III. Studentenmeisterschaften der DDR endeten nach Vorkämpfen in Magdeburg mit dem Finale in Görlitz (18.12.66). Und das sind die Titelträger:​ Bantamgew.: Weinhold -Fachschule Reichsbahnwesen,​ Poser - DHfK im Federgewicht,​ Schneider - Fachschule für Reichsbahnwesen,​ Sattler – Halbweltergew.,​ Ingenieurschule für Textilbau, Grunzig - DHfK im Weltergewicht,​ Ullmann – Halbmittelgew. Humboldt-Uni Berlin, Urbach – Mittelgew. Fachschule für Landwirtschaft,​ Wollschläger - DHfK im Halbschwergew.,​ Bröcker – Schwergewicht,​ Institut für Pädagogik Magdeburg. 
-Zu den Meisterschaften der NVA in Mühlhausen gab es 130 Meldungen. Es siegten: Schwach, Hahn, Schwarz, Wiessner, Stanull, Ludwig, Theil, Kapteina, Polzin und Maier. 
 Damit hatten sich die Meisterschaften in Verlauf der vergangenen Jahre – bis auf die Wettkämpfe der Studenten und der Volksarmee – auf die Förderung des Leistungssports konzentriert. Damit hatten sich die Meisterschaften in Verlauf der vergangenen Jahre – bis auf die Wettkämpfe der Studenten und der Volksarmee – auf die Förderung des Leistungssports konzentriert.
  
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gs/o/1966.txt · Zuletzt geändert: 2012/09/24 13:20 (Externe Bearbeitung)

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