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gs:o:1951

1951- Boxen in 10 Gewichtsklassen

Die Boxsportwettkämpfe des Jahres sind kaum alle zu nennen. 1581 Veranstaltungen werden angemeldet, 18 972 Wettkämpfe durchgeführt. In der Regel gab 12 Kämpfe je Veranstaltung. Diese Vielzahl von Wettkämpfen ergibt sich aus den vielen Meisterschaften . So gibt es die Mannschafts- Ländermeisterschaft. Je nach Anzahl der Bewerber ergaben sich mit Hin- und Rückkampf schon umfangreiche Verpflichtungen. Für die Sieger der Landesmeisterschaften gab es eine Liga, die den DDR- Mannschaftsmeister ermittelte. Diese Meisterschaft wurde in zwei Gruppen, der Nord und der Süd-Gruppe zu je 4 Mannschaften ausgetragen. Die Gruppensieger waren: BSG Empor Nord Berlin und Einheit Gera. Im Aufeinander-treffen der beiden Gruppensieger konnte Berlin mit 10 : 6 gewinnen. Da die Sportvereinigungen (Motor, Empor, Lokomotive, Chemie, Fortschritt, Aufbau, Rotation, Traktor, Dynamo, Vorwärts ) an Industriegewerkschaften gebunden waren, die auch eigene Sportveranstaltungen und Meisterschaften ausschrieben, beteiligten sich auch die Boxsportler an den Meisterschaften dieser Sportvereinigungen. , ; ., Die III: DDR Einzelmeisterschaften wurden vom 28.06. – 1.07. 1951 in Leipzig und Erfurt ausgetragen. (Für eine Teilung der Landesmeisterschaft sprach nicht viel, da der Aufwand sehr groß ist). Teilnahme-berechtigt waren die Landesmeister und die Sieger der Ausscheidungskämpfe der Sportvereinigung Dynamo.

DDR- Meister des Jahres 1951 wurden: (erstmals in 10 Gewichtsklassen ausgetragen ) Fliegengewicht: Brien - Martin Bantamgewicht: Gutschmidt - Girod Federgewicht: Knöpel - Siewert Leichtgewicht: Heinrich - Geisler Halbweltergewicht: Darbarkow - Lüdecke Weltergewicht: Grosse - Kacserowski Halbmittelgewicht: Seyffarth - Trettin Mittelgewicht: Nitzschke - Haney Halbschwergewicht: Stubnick - Mehr Schwergewicht: Preuß - Pingel Der Boxsport der DDR erhielt erste Anregungen und Hinweise zur planmäßigen Gestaltung der Boxausbildung, insbesondere zum Verhältnis von allgemeiner und spezieller Ausbildung und zum individuellen Training vom sowjetischen Trainer Gardepolow. Dessen Boxbuch war für längere Zeit die wesentlichste Ausbildungsgrundlage. Eine kleinere Ausgabe zu ausgewählten Fragen finden wir in „Unser Boxlehrbuch“ von Edwin Barisch, (Lehrbuch zur neuzeitlichen Ausbildung des Amateurboxers, Sportverlag, Berlin 1951).

Die Besten in der Altersklasse der Junioren wurden von 20.-30. September in Güstrow ermittelt. Juniorenbeste 1951 wurden: Papier A: kein Titel, Papier B :Wiedermann (Sachsen), Papier C: Caroli III (Sachsen-Anh.), Papier D: Stubbe ( Mecklenburg), Papier E: Raabe (Sachsen-Anh.), Fliegengew.: Schulz (Sachsen-Anh.), Bantamgew.: Schroeter (Sachsen-Anh.), Federgew.: Schumann (Sachsen-Anh.), Leichtgew.: Nickel (Sachsen-Anh.), Weltergew.: Matthes (Sachsen), Mittelgew. A: Strassenburg ( Berlin), Mittelgew. B: Langhammer (Brandenburg), Halbschwergew.: Maring (Sachsen-Anh.), Halbschwergew.: B: Rossbander (Sachsen), Schwergew.: Boerngen (Sachsen) Diese Statistik zeigt, dass die Hochburgen des Boxens nicht immer die Förderer der Nachwuchssportler waren.

Die Studentenweltmeisterschaften im Boxen, die im Rahmen der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten stattfanden, brachten auch für die Teilnehmer der DDR erste Erfolge. Im Mittelgewicht konnte Nitzschke und im Halbschwergewicht Heßler die Goldmedaille erringen. Darüber hinaus errang im Bantamgewicht Girod und im Weltergewicht Schröder die Bronzemedaille. In diesem Festspielrahmen fanden auch die DDR Mannschaftsmeisterschaft statt. Überraschend siegte nicht wie erwartet die Berliner Mannschaft, sondern die Sachsenboxer erwiesen sich in diesem Vergleich als die Besten. Der 1. Länderkampf der DDR Mannschaft führte unter der Leitung des Präsidenten der Sektion Boxen die Faustkämpfer im Oktober 1951 nach Bulgarien. 12 000 Zuschauer verfolgten im Stadion von Sofia den Wettkampf. Mit 12 : 8 Punkten ging dieser erste Länderkampf verloren. Sechs Wochen später, am 18.11. 1951 folgte der zweite Länderkampf. Diesmal war Ungarn der Gegner. Vor dem letzten Kampf stand es noch 9 : 9. doch Krüger musste wegen einer Verletzung aus dem Ring genommen werden. So gab es auch im zweiten Länderkampf keinen Sieg. Auch die gemeinsamen Sportveranstaltungen mit westdeutschen Boxern gingen über den Umfang des vergangenen Jahres hinaus. 1951 gab es über 200 Begegnungen zwischen Boxern beider Staaten. So standen sich vor 2000 Zuschauern in Finsterwalde, am 08.12.1951, die Staffeln von Herta BSC und die Kreisauswahl von Luckau gegenüber. Der Wettkampf endete mit 10:4 für Herta


gs/o/1951.txt · Zuletzt geändert: 2012/09/24 13:20 (Externe Bearbeitung)

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